„Tag der Hand“: Es ist Zeit, über sie zu sprechen.

27.02.2018 -  

In diesem Jahr findet bundesweit erstmals am 1. März 2018 der „Tag der Hand“ statt. Auf Initiative der Deutschen Gesellschaft für Handchirurgie e.V. (DGH) soll damit ein Bewusstsein für die Komplexität der menschlichen Hand geschaffen und auf die oft schwerwiegenden Folgen, die Handverletzungen nach sich ziehen können, hingewiesen werden. Die Prävention von Handverletzungen steht damit sowohl für Patienten als auch für Ärzte im Fokus.

Die Universitätsklinik für Plastische, Ästhetische und Handchirurgie beteiligt sich an dieser Aktion und öffnet am 1. März 2018 von 12.00 Uhr bis 16.30 Uhr ihre „Türen“ in der Klinikambulanz im Haus 60a, 3. Etage auf dem Campus der Universitätsmedizin Magdeburg, Leipziger Straße 44.

Die häufigsten Ursachen von Verletzungen sind Arbeitsunfälle, dicht gefolgt von Freizeit und Sportverletzungen. Allein in der Silvesternacht werden in einem großstädtischen Krankenhaus jedes Jahr zahlreiche schwere Verletzungen   versorgt. Auch Erkrankungen der Hand, z. B. durch Arthrose oder Rheuma, sowie Fehlbildungen und Fehlstellungen sind Probleme, die Handchirurgen in ihrer Praxis behandeln. Viele Patienten sind im Unklaren, wie elementar die Handfunktion für die Bewältigung des Alltags, für Arbeit und Freizeit ist. Die Ärzte wollen den Aktionstag dazu nutzen, um auf die Komplexität der menschlichen Hand sowie über mögliche Erkrankungen und Verletzungen hinzuweisen und über sinnvolle Präventionsmaßnahmen aufzuklären.

HandDie Uniklinik für Plastische, Ästhetische und Handchirurgie Magdeburg ist ein akkreditiertes Hand-Trauma-Center und bietet das gesamte Spektrum der Handchirurgie, die sich mit Problemen von den Fingerspitzen bis zur Schulter befasst. Für die Akutversorgung von Verletzungen gibt es in der Klinik einen 24-Stunden-Replantationsdienst. „Zeit spielt bei der Versorgung gerade komplexer Verletzungen eine entscheidende Rolle: Je schneller sich ein Expertenteam um den Patienten kümmern kann, desto größer ist die Chance auf Heilung bzw. größtmögliche Wiederherstellung der Funktion von Händen und Fingern.“

Die menschliche Hand ist ein Wunderwerk: Sie besteht aus 27 Einzelknochen, zahlreichen Sehnen, Bändern, Nerven und Muskeln. Das Zusammenspiel aller Teile ist äußerst komplex, sodass kleine Verletzungen oft große Wirkungen zeigen können. Ist die Hand einmal verletzt, können Handchirurgen heute durch Operationen viel erreichen bis hin zur kompletten Rekonstruktion von Knochen, Sehnen, Nerven und Gefäßen. Dennoch bleiben fast immer Beeinträchtigungen zurück. „Umso wichtiger ist es, dass Patienten im Fall von Problemen an der Hand schnell einen Handchirurgen aufsuchen. Denn anders als der Name vermuten lässt, sind Handchirurgen nicht nur auf chirurgische Eingriffe sondern auf alle Probleme der Hand spezialisiert. Eine dreijährige Zusatzausbildung, die an eine andere Facharztausbildung wie z. B. den Facharzt für Plastische und Ästhetische Chirurgie, angeschlossen wird und zur Zusatzbezeichnung „Handchirurg“ führt, qualifiziert Handchirurgen, das so wichtige und filigrane Köperteil sowohl konservativ als auch operativ zu behandeln.

Hand-LogoWeitere Informationen zum Thema Handverletzungen bietet auch die Website www.handexperten.com, welche im Rahmen der Patienten-Informationskampagne „Deine Hand verdient Experten“ zur Verfügung steht.