Wenn das Baby zu früh kommt

12.11.2012 -  

Der Förderverein für Frühgeborene Magdeburg e.V. lädt am Sonnabend, 17. November 2012, zu einem Festnachmittag ein. Anlass ist der Internationale Tag des Frühgeborenen. Die Veranstaltung beginnt um 14.00 Uhr im Hörsaal der Universitätsfrauenklinik Magdeburg, Gerhart-Hauptmann-Str. 35. Der Eintritt ist frei.

Tag des Frühgeborenen 2012Einleitend wird Prof. Gerhard Jorch, Direktor der Universitätskinderklinik, einen Vortrag zum Thema „Vom Leben nach der Frühgeburt bis zur Einschulung“ halten. Anschließend informiert Janine Heindorf, Psychologin der Universitätskinderklinik, über Möglichkeiten einer entwicklungsfördernden Begleitung in der Familie. Ausreichend Gelegenheit bleibt dann noch für Fragen und individuelle Gespräche. Die Experten werden sich gern Zeit dafür nehmen. Auch für das leibliche Wohl ist gesorgt. Während der Vorträge wird Clown KUNI die Kinder unterhalten und ihnen sicher viel Spaß bereiten. Zum Abschluss der Veranstaltung können die kleinen und großen Besucher gegen 16.30 Uhr Luftballons in den Himmel steigen lassen.

Bei Interesse wird um eine Anmeldung gebeten unter Tel.: 0391/67-17472 oder per E-Mail: info@fruehchen-magdeburg.de. Weitere Informationen unter www.fruehchen-magdeburg.de.

 

Hintergrund

Seit dem Jahr 2009 ist der 17. November der offizielle Internationale Tag des Frühgeborenen. Die Initiative geht zurück auf eine 2008 ins Leben gerufene Aktion der “European Foundation for the Care of Newborn Infants” (EFCNI), eine europaweite Organisation zur Vertretung der Interessen von Früh- und Neugeborenen sowie deren Familien. Sie wurde gemeinsam von Elternverbänden, Wissenschaftlern und den Stiftern gegründet. Durch diesen Zusammenschluss soll ein europäisches Netzwerk aufgebaut werden, um die bestmögliche Versorgung von Neu- und Frühgeborenen zu erzielen. Darüber hinaus möchte die EFCNI in der Gesellschaft ein Bewusstsein für das Thema Frühgeburt schaffen. Durch Forschung und Aufklärung über die möglichen Ursachen und die weitere optimale Behandlung einer Frühgeburt soll die Zahl der betroffenen Kinder gemindert und ihre weitere medizinische Versorgung verbessert werden. Darüber hinaus soll die psychologische und sozialpädiatrische Unterstützung der betroffenen Familien sichergestellt und langfristig der Gesundheitszustand der Frühgeborenen verbessert werden. Mittlerweile haben sich weitere Organisationen angeschlossen: „March of Dimes“, eine amerikanische Charity-Organisation für Früh- und Neugeborene, die afrikanische Organisation „LittleBigSouls“ und „National PremmieFoundation“ aus Australien.

 

Was ist eine Frühgeburt?

Eine normale Schwangerschaft dauert 40 Wochen. Kommt ein Säugling vor Vollendung der 37. Schwangerschaftswoche zur Welt, spricht man von einem Frühgeborenen. In der Regel wiegen die betroffenen Kinder weniger als 2.500 Gramm, extrem Frühgeborene sogar weniger als 1.000 Gramm. Mittlerweile können Kinder ab der 23. Schwangerschaftswoche überlebensfähig sein; das bisher weltweit leichteste überlebende Kind wog bei seiner Geburt weniger als 300 Gramm. Extrem früh geborene Kinder sind durch ihre Unreife, Untergewicht und Infektionen stark gefährdet. In den letzten Jahrzehnten konnten ihre Überlebenschancen erheblich verbessert werden, Hirnblutungen, Lungen- und Darmschäden treten aufgrund der stetig verbesserten medizinischen Leistungen immer seltener auf. Sie sind aber bei der Behandlung dieser Patientengruppe weiterhin ein gefürchteter Risikofaktor und neben sozialen Faktoren ausschlaggebend für die weitere kindliche Entwicklung. Nahezu jedes zehnte Kind kommt zu früh auf die Welt. Weltweit werden jährlich 15 Millionen Kinder zu früh geboren; davon 60.000 Babys in Deutschland. Frühgeborene bilden die größte Kinderpatientengruppe Deutschlands. Dennoch werden Probleme und Risiken für die weitere Entwicklung dieser Kinder nicht in entsprechendem Maß wahrgenommen.

 

Weitere Auskünfte erteilt gern Claudia Strauch, psychosoziale Beraterin im Perinatalzentrum der Uni-Kinderklinik Magdeburg unter Tel.: 0391/67-17472.

Letzte Änderung: 11.12.2017 - Ansprechpartner:

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