Forschungspreise 2008 verliehen

18.12.2008 -  

Kultusminister Prof. Dr. Jan-Hendrik Olbertz hat am 17. Dezember 2008 im Rahmen eines Festaktes im Gesellschaftshaus Magdeburg die Forschungspreise des Landes Sachsen-Anhalt 2008 verliehen.

Preisträgerin für angewandte Forschung ist PD Dr. rer. nat. habil. Heike Lorenz vom Max-Planck-Institut für Dynamik komplexer technischer Systeme, Magdeburg. Den Preis für Grundlagenforschung erhält Dr. med. Dr. rer. nat. Björn Hendrik Schott, Wissenschaftlicher Mitarbeiter im Leibniz-Institut für Neurobiologie, Zentrum für Lern- und Gedächtnisforschung, und an der Universitätsklinik für Neurologie Magdeburg.

"Die jährliche Verleihung der Forschungspreise für Grundlagenforschung und für angewandte Forschung ist für die Wissenschafts- und Forschungspolitik des Landes ein besonderes Ereignis", betonte Kultusminister Olbertz. "Die beiden Preisträger sind ein eindrucksvolles Beispiel dafür, dass an den Hochschuleinrichtungen in Sachsen-Anhalt auf höchstem Niveau geforscht wird und außergewöhnliche Leistungen erbracht werden." Die Stärken unserer Hochschulen, so Olbertz, lägen in der praxisnahen Forschung im Verbund mit der Wirtschaft. Die Hochschulen entwickelten wirkungsvolle Strukturen, um Wissenstransfer und wissenschaftliche Weiterbildung zu implementieren. "Unsere Spitzenforschung", sagte der Minister, "wird immer mehr zu einem wichtigen Wachstumsfaktor für unser Bundesland und macht den Forschungsstandort Sachsen-Anhalt auch international sichtbar und bundesweit konkurrenzfähig."

Zur Person: Dr. med. Dr. rer. nat. Björn Hendrik Schott

Björn Hendrik Schott ist Wissenschaftlicher Mitarbeiter in der Abteilung Verhaltensneurologie im Leibniz-Institut für Neurobiologie und an der Klinik für Neurologie der Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg. Er wird ausgezeichnet für seine herausragenden Leistungen auf dem Gebiet der Neurowissenschaften.

Herr Schott befasst sich in seinen Forschungsarbeiten mit der Frage, in wie weit sich genetische Unterschiede bei verschiedenen Individuen in synaptischen Proteinen, Neurotransmissionssystemen oder Signalkaskaden auswirken. In seinen Untersuchungen verbindet er unter Nutzung eines fächerübergreifenden Methodenspektrums die klinische Forschung mit der Grundlagenforschung. Er leitet die Arbeitsgruppe "Imaging Genetics". Dabei werden Techniken aus der nicht-invasiven Bildgebung mit molekularen Methoden zur Untersuchung von genetischen Polymorphismen miteinander verbunden und mit Methoden aus der Psychologie vernetzt. Mit Hilfe der Forschungsarbeiten von Björn Hendrik Schott war es möglich, eine wertvolle Brücke zwischen klinisch-humanexperimenteller und molekular-zellulärer Neurowissenschaft zu bauen. Diese bildete den Grundstein für die Erforschung genetischer Variabilität komplexer neuronaler Verarbeitungsprozesse in Magdeburg.

Der Wissenschaftler wurde 1975 in Scherzingen (Schweiz) geboren und studierte Humanmedizin an der Christian-Albrechts-Universität Kiel und der Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg. Studienaufenthalte im Ausland absolvierte er am Center for Cognitive Neuroscience, Dartmouth College, Hanover (USA) und am National Hospital of Neurology and Neurosurgery, University College London (England). Seine Promotion zum Dr. med. schloss er 2004 mit dem Prädikat "summa cum laude" ab. 2008 erhielt er für seine zweite Promotionsarbeit auf dem Gebiet der Neurowissenschaften (Dr. rer. nat.) ebenfalls das Prädikat "summa cum laude". Seit 2004 ist Björn Hendrik Schott auch Gastwissenschaftler der Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie an der Charité Universitätsmedizin Berlin. Er kann auf eine hochrangige Publikationsliste und internationale Kongressbeiträge verweisen.

(Quelle: Kultusministerium - Pressemitteilung Nr.: 187/08)

Letzte Änderung: 11.12.2017 - Ansprechpartner:

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