Künstliche Bandscheiben haben sich bewährt

18.11.2012 -  

Künstliche Bandscheiben haben sich in den vergangenen Jahren in der Medizin etabliert. Zuvor wurde bei Bandscheibenvorfällen, die operiert werden müssen, die geschädigte Bandscheibe entfernt und die betroffenen Wirbel wurden versteift. Bei einer künstlichen Bandscheibe wird die Prothese zwischen zwei Wirbelkörpern implantiert, um die natürliche Bandscheibe zu ersetzen und um die Beweglichkeit im behandelten Wirbelsegment zu erhalten. Bandscheibe4

Die klinische Anwendung mit kommerziell verfügbaren Implantaten war in Deutschland ab der Jahrtausendwende möglich geworden. In der Universitätsklinik für Neurochirurgie Magdeburg wurde im Mai 2002 mit einer ersten Implantation eine prospektive Studie zur Praktikabilität der Bandscheibenprothese der Halswirbelsäule gestartet.

Die 2005 von den Magdeburger Neurochirurgen im Deutschen Ärzteblatt veröffentlichten Ergebnisse stellten die erste klinisch-relevante Untersuchungsserie zu Verträglichkeit und Risiken dieser neuen Methode in Deutschland dar. Die Methode erscheint besonders sinnvoll in der jüngeren Altersgruppe der unter 60-jährigen mit Bandscheibenvorfällen der Halswirbelsäule. Inzwischen ist die Implantation einer künstlichen Bandscheibe der Halswirbelsäule an vielen Kliniken in Deutschland zum Routineeingriff geworden.

Nach nunmehr 10 Jahren möchten die Neurochirurgen der Uniklinik Magdeburg ihre Erfahrungen am Mittwoch, 21. November 2012, im Rahmen eines Festsymposiums mit Vorträgen renommierter Wirbelsäulenoperateure austauschen und diskutieren. Die Veranstaltung beginnt um 16.30 Uhr und findet im Herrenkrug Parkhotel, Herrenkrug 3 statt.

 

Weitere Auskünfte erteilt gern:

Prof. Dr. Raimund Firsching,

Direktor der Universitätsklinik für Neurochirurgie Magdeburg

Tel. 0391/67-15534

Letzte Änderung: 11.12.2017 - Ansprechpartner:

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